Heimatliebe und Küchen-Humor

Ein Laser-Wochenende

Manchmal braucht man ein Projekt, das die Geduld fordert, und manchmal eines, das einfach nur gute Laune macht. Letztes Wochenende hatte ich beides auf dem Lasertisch!

Vom Foto zum Holz: Der Bilstein-Köcher

Ich wollte schon lange etwas Bleibendes mit Motiven aus unserer Region machen. Die Wahl fiel auf einen schlichten Stifteköcher aus Bambus. Bambus ist ein dankbares, aber auch eigenwilliges Material – die Maserung gibt der Gravur oft einen ganz eigenen, fast antiken Look.

Ich habe mich für markante Gebäude aus der Umgebung entschieden: die Burg Bilstein, die St. Agatha Kirche und das Bürgerhaus von 1783. Die Herausforderung war hier das „Dithering“ (die Rasterung), damit die feinen Linien der Fachwerkhäuser und die Schattierungen der Bäume nicht im Holz „absaufen“. Nach ein paar Testläufen auf Verschnittstücken war ich echt baff, wie viel Tiefe die fertige Gravur entwickelt hat. Es fühlt sich fast wie eine alte Tuschezeichnung an.

„Hömma!“ – Laser-Spaß in der Küche

Als Kontrastprogramm zu den detailreichen Gebäuden gab es dann noch eine schnelle Runde Kochlöffel-Verschönerung. Wer aus dem Pott oder dem Sauerland kommt, weiß: In der Küche wird nicht lang gefackelt!

Sprüche wie „Hömma, dat dreht sich!“ oder „Hier wird nich‘ gelabert, hier wird gerührt“ sind das perfekte kleine Mitbringsel oder einfach ein Grinsen-Garant beim nächsten Nudelkochen. Hier habe ich mit ordentlich Power graviert, damit der Text tief und dunkel im Buchenholz sitzt – das hält dann auch die ein oder andere Spülrunde (per Hand natürlich!) aus.

Mein Tipp für euch: Wenn ihr Fotos von Gebäuden graviert, spielt vorher in der Bildbearbeitung mit dem Kontrast. Alles, was zu grau ist, wird auf Holz oft matschig. Lieber ein bisschen mehr „Knall“ im Schwarz-Weiß-Kontrast, dann kommen die Details später richtig schön raus.


Bildbeschreibung

„Ein warmer Lichtstrahl fällt von der Seite auf den honigfarbenen Bambusköcher. Die laser-gravierten Linien der Burg Bilstein treten plastisch hervor, während die natürliche Maserung des Holzes wie ein sanfter Himmel hinter den Türmen wirkt. Daneben liegen, leicht versetzt, die hellen Buchenholz-Löffel. Die tiefschwarze Gravur der Mundart-Sprüche bildet einen tollen Kontrast zum schlichten Holz und lädt direkt zum Schmunzeln ein.“

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